Beim Siebdruckverfahren wird die Farbe durch ein Sieb gerakelt und somit direkt auf das Shirt aufgetragen. Das geschieht auf den sogenannten Siebdruck-Karussellen. Für jede Druckfarbe gibt es eine Station, auf der ein Sieb eingerichtet ist. Für vier Druckfarben gibt es also 4 Stationen, dementsprechend müssen vier Siebe eingerichtet werden. Die Siebe werden mit entsprechenden Filmen belichtet, bevor diese auf der Maschine eingerichtet werden. Pro Sichtfarbe ist auch ein Film zur Belichtung des Siebes und ein Sieb zur Einrichtung für den Druck nötig. Das bedeutet, dass man bei einem dreifarbigen Motiv entsprechend drei Filme und drei Siebe benötigt. Auf dunklen Textilien druckt man sogar jeweils vier, da ein Vordruck nötig ist. Es ist im Prinzip dasselbe wie bei der Wasserfarbe: möchte man auf schwarzes Papier malen, muss man da genauso das Deckweiß vorher aufbringen! Der Siebdruck ist das geläufigste Druckverfahren und zeichnet sich durch sehr langlebige Haltbarkeit und große Farbauswahl aus.